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Café Ritter in Wien

Café Ritter in WienIn Wien gibt es sie noch, die klassische Kaffeehäuser, in denen Kaffee noch wertgeschätzt wird. Das Flair in den typischen Cafés ist einzigartig. Im Kaffeehaus Ritter, in der Mariahilferstraße in Wien, kann man diese Traditionen bewundern und Kaffee sowie andere Leckereien genießen. Das sehr bequeme gratis W-Lan macht die ganze Sache eine Spur moderner.  Aber auch wenn man das typische Klima der Kaffeehäuser haben möchte ist man dort gut aufgehoben: Das Café Ritter existiert schon seit 1867.

Eine Besonderheit, des guten Cafés ist das Wasser  das man zum Kaffee dazubekommen. Aber warum bekommt man eigentlich ein Glas Wasser zum Kaffee? Es ist nicht etwa, um sich den Mund vor oder nach dem Kaffeegenuss auszuspülen, sondern um den Löffel abzuwaschen! Nach dem umrühren des Kaffees, gehörte es sich weder den Löffel abzuschlecken, noch ihn schmutzig auf dem Teller abzulegen. Die typischen Kaffeehäuser sind nicht für alle modernen Menschen etwas besonderes, aber ich finde, man sollte es wenigstens einmal gesehen haben. Besonders als Tourist!

Café Ritter in Wien

Ein Kaffee mit Sachertorte und einem Glas Wasser im Café Ritter

Kaffeehaus Ritter – Mariahilferstraße – Wien: www.caferitter.at

Leopold Hawelka wird 100

Eines der wohl berühmtesten Kaffeehäuser, das Café Hawelka im 1. Wiener-Gemeindebezirk, wurde von Leopold Hawelka schon 1939 eröffnet. Heute – am 11. April – feiert die Wiener Kaffeehauslegende seinen 100. Geburtstag. Weit über österreichische Grenzen hinaus bekannt wurde das Kaffeehaus Hawelka vor allem als Treffpunkt namhafter Schriftsteller und der Kunstszene in den 60er und 1970er Jahren. So gehörte beispielsweise auch Friedensreich Hundertwasser zu den vielen berühmten Stammgästen im Café.

Das Kaffeehaus ist seit der Eröffnung immer noch im Familienbesitz und wird inzwischen von den Enkeln Amir und Michael Hawelka geführt, welcher auch die bekannten „Buchteln“ des Hauses selbst zubereitet. Noch heute kommt Leopold Hawelka fast täglich ins Kaffeehaus um einen Melange zu trinken und Gäste zu begrüßen.

Herzlichen Glückwunsch!

www.hawelka.at

Eine Melange in einem Wiener Kaffeehaus

Wer jemals in Wien war, war sicher schon mal in einem dieser alten, ehrwürdigen Kaffeehäuser, in denen man noch auf gepolsterten Sesseln Platz nimmt und in denen der Ober (nicht Kellner) zur Wiener Melange ganz automatisch ein Glas Wasser serviert. Ich bin zwar kein großer Anhänger dieser Wiener Kaffeespezialität, die aus einem Teil Mokka und aufgeschäumter Milch besteht. Aber wenn ich mal in Wien bin, muss das einfach sein.

Aber zurück zu den Kaffeehäusern: Bei meinem letzten Wien-Aufenthalt war ich im legendären Cafè Central im Zentrum von Wien nicht unweit des Stephansdoms und habe mir die obligate Melange gegönnt. Legendär ist dieses Wiener Kaffeehaus abgesehen von der herrlichen Architektur (ich glaube Renaissance) und den beiden „Franzl“- und „Sissi“-Bildern, die da drin hängen, vor allem aufgrund der illustren Gäste, die dieses seit 1876 bestehende Kaffeehaus zu Gast hatte: Vom Psychoanalytiker Sigmund Freund über den berühmten österreichischen Schriftstelle Arthur Schnitzler bis hin zum russischen Revolutionär Leo Trotzki, der dort mit Vorliebe Schach gespielt haben soll.